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Geschichte

Geschichte

Die spektakulären Clips, die heute durch die sozialen Netzwerke gehen, sind aus einer langen Geschichte des bewegten Bildes hervorgegangen. Zuerst zahlte das Publikum dafür, Film zu sehen, dann kam die Werbung ins Fernsehen, später schuf die Branche eigene Festivals, und Videoplattformen machten die Verbreitung von Clips zur Sache der Zuschauer selbst. Im Folgenden eine kurze Zeitleiste und einige Anmerkungen dazu, was diese Etappen verbindet.

Jeder neue Bildschirm hat zunächst für sich allein verblüfft und wurde dann zum Ort für Werbung. Das Medium wechselt, der Wunsch, das Publikum zu überraschen, bleibt.

— Aus der Redaktion

Zeitleiste

  1. 1895

    Am 28. Dezember veranstalten die Brüder Lumière in Paris eine der ersten zahlenden öffentlichen Kinovorführungen.

  2. 1941

    Am 1. Juli läuft in den USA einer der ersten offiziell bezahlten Fernsehwerbespots – Werbung für Bulova-Uhren auf dem New Yorker Sender WNBT.

  3. 1954

    Das heute als Cannes Lions bekannte Festival wird gegründet. Damals hieß es International Advertising Film Festival; das erste fand nach dem Vorbild der Filmfestspiele von Cannes in Venedig statt.

  4. Ende der 1990er-Jahre

    Beim Festival kommt die Kategorie Cyber Lions für Arbeiten im digitalen Raum hinzu.

  5. 2005

    YouTube startet. Die Videoplattform machte „virale“ Clips zum Massenphänomen: Die Zuschauer verbreiteten Videos nun selbst.

  6. 2017

    Die Kategorie Cyber Lions wird im Zuge einer Neuordnung der Festivalkategorien abgeschafft.

Von der Kinovorführung zum Clip im Feed

Die ersten Kinovorführungen zeigten einfache Alltagsszenen, und das Publikum staunte schon über die Bewegung auf der Leinwand. Bereits damals wurde klar, dass bewegte Bilder die Aufmerksamkeit besser fesseln als ein Plakat oder eine Zeitungsanzeige. Die Werbung machte sich diese Eigenschaft bald zunutze.

Mit dem Fernsehen wurde der Werbespot Teil des häuslichen Abends. Er musste in eine kurze Sendezeit passen und so gestaltet sein, dass sich das Publikum die Marke merkte. Daraus entstanden viele Kniffe, die wir bis heute sehen: eine kurze Handlung, ein einprägsames Bild, eine klare Auflösung.

Als die Branche wuchs, entstanden Fachfestivals, auf denen Arbeiten miteinander verglichen und ausgezeichnet wurden. Videoplattformen veränderten dann das Wesentliche: Ein Clip ist nicht mehr an Sendezeiten gebunden, und über sein Schicksal entscheiden die Zuschauer, die ihn miteinander teilen. Spektakuläre Experimente vor der Kamera wurden zu einem der auffälligsten Genres dieser neuen Umgebung.

  • Veranstaltungen

    Festivals, Konferenzen und Preise der Werbebranche: wie sie funktionieren und wie man eine Auszeichnung überprüft.

  • Beiträge

    Themen des Magazins: spektakuläre Werbung, Experimente vor der Kamera, Medienkompetenz, Festivals, Berufe, Geschichte. Dazu der Beitragskatalog.

  • Archiv

    Die Rubriken des Magazins und was über frühere Inhalte dieser Domain bekannt ist.

Quellen

  • Institut Lumière
  • Smithsonian / Library of Congress (Geschichte der Fernsehwerbung)
  • Cannes Lions – offizielle Festivalgeschichte
  • Enzyklopädische Quellen zur Mediengeschichte

Die historischen Angaben stützen sich auf öffentlich zugängliche offizielle und enzyklopädische Quellen. Festivalregeln, Kategorien und Wettbewerbsbedingungen ändern sich – prüfen Sie sie auf den offiziellen Websites der Veranstalter.